Mein Volo-Jahr in Israel – 07.2010-07.2011


7. August 2011

Die letzten 12 Tage

Category: Allgemein – Rahel 19:54

Ja, die letzten 12 Tage sind jetzt mittlerweile auch vorbei! Aber trotzdem möchte ich euch noch berichten, wie sie für mich “ausgegangen” sind.

Ich war noch mit Jojo und Alessa in Cäsarea, wo richtig schöne Bilder gemacht wurden und wo wir 3 PT-Mädels nochmal einen schönen Tag genoßen mit viel Sonne, Meer, Gemeinschaft. Wie trafen dort auch noch Bene und Dave (zwei Volos aus Jerusalem) und sind dann gemeinsam dort noch in den Nationalpark gefahren, wo wir vieles über die Entstehung die Zeit episoden gehört und gesehen haben.

Einen Tag vorher war auch mein letzter Arbeitstag und somit startete ab da meine “Urlaubszeit”. Am 14.Juli war dann in Jerusalem die Abschiedsfeier aller HaGos, die Ende Juli aufhörten, und wir grillten im Sacher-Park direkt in der Jerusalemer Innenstadt.

Ganz früh am nächsten Morgen kam dann Dabsel zu Besuch! Ja, ehrlich, für rund 8 Tage kam sie zu besuch und wir hatten noch meine letzten Tage dort gemeinsam! Für mich wie ein kleines Wunder. Das war echt genau das richtige, was Gott schenkte =)

Freitag abend war ich dann noch mit einigen Volos und viiiieeeeellen anderen Gästen bei einem Rabbi in Jerusalem, der jeden Shabbat zu sich nach Hause einlädt und Shabbat feiert. Da kommen dann nicht nur 5-10 Leute, sondern Dutzende,…. geschätzt waren es an diesem Freitag abend über 100 Leute! Wer das Wohnzimmer von mir zu Hause kennt: der Raum war nicht größer. Es war so eng! Da konnte kaum noch jemand Luft holen, gehen war sehr schwierig und wer mal aufs Klo wollte – der durfte sich durch alle Menschen durch quetschen =)

Echt ne Erfahrung….. Samstag morgens gings dann noch ein letztes mal in die Assembly; eine messianische Gemeinde. Sonntag waren Lukas, Dabsel und ich mit Fadi (einem unserer Worker) in Yaffo und besuchten die Kids (die jetzt aus dem Shekel dorthin umgezogen sind). Mein letztes Mal! Im Nachhinein vermiss ich sie schon sehr!!!

Abends war dann noch die Abschiedsfeier von Markus, der aus PT als erster wieder geflogen ist. Am 19.ten war ich dann noch mit Dabsel, Jojo, Joni & Boas (aus Jerusalem) am See Genezareth, wo ich meine letzten Tage ausklingen ließ!

Für mich waren diese zwei Tage (mit Übernachtung unterm Sternenhimmel, direkt am Wasser) nochmal was ganz besonderes, da unser erstes Seminar auch dort um die Ecke war! Viele Erinnerungen kamen hoch und wir ließen das Jahr noch mal ein bisschen Revue passieren….

Mittlerweile kommt vieles und auch dieses Erlebnis schon so weit weg vor. Manchmal sogar wie ein langer Traum.

Am 21.ten war ich nochmal ein letztes Mal in Jerusalem; dort war in der Haggai noch ein Vortrag über das Rabbinertum. Abends kamen dann Aaron und Robin mit zu uns, und blieben das ganze WE bis ich flog da. Dadurch war unsere Bude nochmal richtig voll und ich hatte viele Lach-Momente und tolle letzte Tage.

Freitag abend – Shabbat! Das letzte Shabbatessen in der Altenheim WG mit den PTlern! Samstag morgen noch einmal Calvary Chapel und kurz den Strand und das Meer “besuchen”; packen, packen und putzen.

Sonntag dann putzen, packen, putzen, sich noch schnell impfen lassen, Stress haben, nochmal für alle anderen kochen und meinen letzten Abend genießen.

Dann bin ich mit Lukas, Aaron und Robin an den Flughafen gefahren. Dort trafen wir Erik, der mich noch überraschte =) Tja, und dann gings gegen kurz vor 24 Uhr durch die letzten Kontrollen!

Was ich da noch nicht wusste: mein Flugzeug hatte letztendlich 3 Std Verspätung und wir flogen erst um 4 Uhr früh ab! Trotzdem bin ich in Deutschland gut gelandet und herzlich von meinen Eltern und zwei Freundinnen (Regi und Bora) empfangen worden!

 

12. Juli 2011

jetzt noch 12 Tage

Category: Allgemein – Rahel 13:44

Yehudia-Park

Am 27.Juni war ich mit Joni, Lukas, Erik & Miri im Yehudia Park und wanderten dort durch die wunderschönen und weiten Schluchten mit Wasserquellen. Dort konnten wir uns dann auch super in den Quellen erfrischen. Der Tag war mal wieder richtig einmalig und super schön! Hab ihn richtig genoßen und war rund um glücklich! Was für ein Land =)

פליקס טס

Felix flog am 28.Juni abends, sodass wir hier noch mit den PTlern zusammen saßen und aßen =) Ja, auch seine Zeit ging zu Ende, wodurch ich auch einmal mehr merkte, wie kurz meine Zeit hier noch ist.

Abschluss…

Ja, Abschlussbericht schreiben, Fragen beantworten, Reflektieren; das lief die letzten Wochen auch, denn bis zum 7.Juni, wo ich mein Abschlussgespräch mit Nicole hatte, musste ich meinen Abschlussbericht geschrieben haben. Das der Bericht als Pflicht vorgesehen ist, fand ich echt gut, da man sich deshalb aufraffen musste, geschehenes zu überdenken und mal nieder zu schreiben.

Der Strand [חוף - Chof] in Tel Aviv

Bei dieser Hitze wird er auch des Öfteren besucht… nicht nur von uns. Egal ob zur Mittagshitze, später Nachmittag + Sonnenuntergang oder abends in eine Strand-Bar: Das Genießen dieses unglaublich schönen Meeres mit Strand, was Gott echt kreativ geschaffen hat, ist echt super. Auch wenn die Temperaturen hier mittlerweile fast unerträglich werden und ein Dauer-Schwitzen unausweichlich ist. Letztens war ich dann mal eines Shabbatabends mit Sylvie, ihren Brüdern und Jojo dort; ein andermal mit Alessa, Jojo oder Sylvie; oder aber auch einmal mit ganz PT in einer Strandbar mit einem leckeren Cocktail ;)

Krankheit – Gesundheit

Gesundheit aufs Neue schätzen lernen. Das musste ich auch mal wieder; bin im Nachhinein aber umso dankbarer, wie unabhängig und frei man ist, wenn man gesund sein darf. 3.-5. Juli hatte es mich mal wieder erwischt. Gerade durch diese vielen Masgans (Klimaanlagen) in allen Bussen, Sheruts, Räumen, oder sonst wo; erkältet man sich sehr schnell. Denn durch die Außentemperatur zieht man sich natürlich nur sehr leicht an, um dann in der Nähe einer Masgan wieder zu frieren. Zudem kam noch ein leichter Sonnenstich am Strand, wodurch ich mir wieder eine gute Erkältung mit starken Augen- und Kopfschmerzen einfing und mehrere Tage nur im Bett verbrachte (mit Laptop ;) )

Shekel schließt

Wie schon erwähnt, wird das Shekel geschlossen und die Kids werden (fast alle) in Yaffo in einer Behinderteneinrichtung mit 3 Stockwerken und ca. 100 Kindern, untergebracht. Diese neue Einrichtung bin ich mir auch gestern mal anschauen gegangen und natürlich, umd die Kids, die schon weg sind, zu besuchen. Mittlerweile sind auch nur noch zwei Kids da, die sehr wahrscheinlich auch morgen gehen. Mitgenommen hat mich das ganze schon, denn es ist schon in gewissemaßen immer wieder ein neuer Abschied, wenn wieder 3 Kids das Hostel verlassen – und man nicht weiß, wie lange man sie nicht wieder sehen wird.

9.Juli – Losung

“11 Weil wir das alles vor Augen haben, hören wir nicht auf, für euch zu beten. Wir bitten unseren Gott, der euch zum Glauben gerufen hat, dass er euch hilft, ein Leben zu führen, das dieses Rufes würdig ist, und dass er in seiner Macht alles Gute, das ihr vorhabt, zustande kommen lässt und alles, was ihr auf der Grundlage des Glaubens tut, zur Vollendung bringt. 12 Dann wird der Name unseres Herrn Jesus für all das geehrt werden, was durch ihn in eurem Leben geschehen ist, und weil ihr mit ihm verbunden seid, werdet auf diese Weise auch ihr geehrt werden. Das alles verdanken wir der Gnade unseres Gottes und des Herrn Jesus Christus.”
2.Thessalonicher 1,11-12
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“22 Hört euch diese Botschaft nicht nur an, sondern handelt auch danach; andernfalls betrügt ihr euch selbst. 23 Denn wer sich ´Gottes` Botschaft zwar anhört, aber nicht danach handelt, gleicht jemand, der sein Gesicht im Spiegel betrachtet 24 und der, nachdem er sich betrachtet hat, weggeht und sofort wieder vergisst, wie er ausgesehen hat. 25 Wer sich jedoch in das vollkommene Gesetz vertieft, das Gesetz der Freiheit, und es ständig vor Augen hat, wer also das Gehörte nicht vergisst, sondern es in die Tat umsetzt, der ist glücklich zu preisen, denn er wird gesegnet sein bei allem, was er tut.
26 Wenn jemand sich für fromm hält, aber seine Zunge nicht im Zaum halten kann, betrügt er sich selbst, und seine Frömmigkeit ist nichts wert.”
Jakobus 1,22-26

23. Juni 2011

Latrun – Seminar

Category: Allgemein – Rahel 16:59

Mein letztes Seminar. Es war echt schön, zieeeeemlich heiß und mit vielen Abschiedsreden. Jeder der 19 Abgänger musste seine Erlebnisse vom Jahr in 5 Minuten wieder geben… Das Ende naht

21. Juni 2011

Noch 5 Wochen

Category: Allgemein – Rahel 11:59

Freizeit

Die momentanen Temperaturen betragen hier seit Mitte Ende Mai nur noch über 25 ° C  , sodass wir des Öfteren zum Strand nach Tel Aviv fahren, uns draußen auf dem Dach der Altenheim WG bräunen oder in die Nähe vom Afula fahren, umd dort zu baden =)

Gerade diese Sachen habe ich in der letzten Zeit in meiner Freizeit gemacht und war so Anfang Juni mit Jojo in Gan HaSchloscha, einem Nationalpark mit Natur-Schwimmbecken. Das waren 3 richtig große Wasserbecken, wo ziemlich viele kleine Fische drin schwammen, die einem, wenn man sich nicht bewegte, an den Fußen knabberten =)

Das Beste für mich war natürlich, dass es mal wieder Süßwasser und nicht salziges Meerwasser wie in Tel Aviv war, und man so mal wieder ausgiebig schwimmen, tauchen, graulen konnte ;)   Nach diesem wunderschönen Tag hatte ich dann auch eine super! Erinnerung an den Tag, da ich mir einen ziemlichen Sonnenbrand am Rücken geholt habe.  Bei mir zuHause haben wir dann noch nen Film geschaut und meinen Rücken gekühlt .

Schawuot

>> Schawuot ( hebr. für “Wochen” Einzahl schawua – die Woche) ist das jüdische Wochenfest das 50 Tage (7 Wochen) nach dem Pessachfest gefeiert wird. [Dieses Jahr vom 7.-9.Juni 2011.] Das Schawuotfest hat mehrere Bedeutungen. So erinnern sich die Juden damit an den Empfang der Zehn Gebote am Berg Sinai . Es ist außerdem ein Erntedankfest da zu dieser Zeit in Palästina Weizen geerntet wird.

Da die Herabkunft des Geistes auf die Jünger Jesu am Wochenfest geschah wurde im Christentum Schawuot zum Pfingstfest . (http://www.uni-protokolle.de)

Jerusalem

Vom 10.-11.Juni war ich mal wieder in Jerusalem. Freitags bin ich mit Alessa und Erik hingefahren und haben den Abend im Beit Or gechillt, Samstag vormittag waren wir in der Assambly, einer messianischen Gemeinde dort. Der Gottesdienst war richtig gut! Als die Predigt begann, meinte der Pastor nur “Wir nehmen heute das ganze Buch Ruth durch”, erstmal nicht überraschend, aber nachdem er 1 Stunde gepredigt hatte, und wir erst das 1 Kapitel Ruths hinter uns hatten, war ich doch etwas überrascht, mit welcher Gelassenheit er predigte =) Aber der Gottesdienst hat mir mal wieder richtig gut getan, da es eher einem Bibel-Studium mit viel Tiefgang glich! Das Gute an dem ganzen war, das wir eine Deutsche Übersetzerin hatten, sodass ich alles verstehen konnte! Dann noch hebräischer Lobpreis ;) Nach dem Gottesdienst sind wir von Talpiot (Stadtteil von Jerusalem) zur Altstadt gelaufen, wo ich auf dem Weg noch Halt im Sukkat Hallel machte, was ein Haus ist, wo rund um die Uhr die ganze Woche (auch nachts) Lobpreis gemacht wird!

Abends war dann im Johanniterhospiz eine Feier, die JayJay und Thea (die beiden Volontäre) dort ausrichteten. War echt schön dort, obwohl Alessa und ich dann schon um kurz vor 22 Uhr aufbrachen, um nach PT zu fahren. >> Schöööönes WE :O)

Letzte Woche

Sonntag gab es mal wieder ein Al HaEsch bei Fadi (=auf dem Feuer; Grillen) wo sich ein paar Worker bei ihm in der Wohnung trafen. Montag arbeitete ich nur morgens und traf mich nachmittags mit Alessa, und lernte abends noch Markus Familie, die gerade zu Besuch ist, kennen. Dienstag fuhr ich mit Fadi nach Netanya (er ist dort aufgewachsen), wo wir zusammen in einem Restaurant essen waren, wo er früher mal gearbeitet hatte. Danach schauten wir uns noch die Stadt und den Strand an und anschließend ging ich noch alleine zu einer Abschluss-Feier meines Chores, was bei meinem Chorleiter (David Loden) zuHause statt fand. Mittwoch bis Freitag arbeitete ich durchgehend; fuhr aber Freitag nachmittags noch mit Erik, Simeon B. und Jojo nach Ashdod, zur Abschiedsfeier von Crissi und Felix und gleichzeitigen Geburtstagsfeier von Joni.

Dort, am Strand bei einer Ruine, verbrachte ich ganz am Anfang meiner Zeit hier schon einmal eine Nacht, wo die Abschiedsfeier der Alt-Volontäre stattgefunden hat. Der Abend jetzt am Freitag war auch wieder schön; obwohl ich nicht viel Schlaf abbekam und man morgens so schnell wie möglich eine Dusche haben wollte =) Nachmittags, am Samstag, arbeitete ich dann auch wieder.

Arbeit

Seit ca. Anfang Juni ist einiger Aufruhr bei uns im Shekel. Einige Eltern von den Kids sind mit einer Video-Aufnahme aus dem Shekel zum Fernsehen gegangen und haben in einem Interview einige Dinge an der Organisation Shekel und ihrem Handeln kritisiert, sodass wochenlang jetzt die Frage bestand, was die Folgen dieser Aktion seien.

Es gab sogar eine Sitzung in der Knesset (Parlament Israels), wo jetzt letztendlich entschieden wurde, dass Shekel das Behindertenheim in Petach tikvah komplett renovieren muss. Für die Behinderten meiner Meinung nach die beste Lösung, da so das Haus nicht geschlossen wird, aber es endlich mal zu einer Erneuerung kommt. Der Nachteil dabei ist allerdings, dass bis zum 15.Juli die Kinder ein neues ZuHause für bisher ungewisse Zeit finden müssen. Die Worker brauchen neue Arbeit und auch für uns Volontäre bedeutet es sehr wahrscheinlich ein verfrühtes Beenden der Arbeit.

Dankbar wäre ich dafür, wenn ihr mit für die dortige Situation beten würdet, da mir die Kids sehr am Herzen liegen, und man den Workern und meiner Chefin diesen “Ausnahmezustand” anmerkt, was sich auf ein anstrengenderes Arbeiten auswirkt. Außerdem ist es unwahrscheinlich, das die Arbeiten bis August (beim Ankommen der neuen Volontäre) noch lange nicht fertig gestellt sind.

Von heute bis Donnerstag ist das nächste und auch letzte Seminar für mich, was in Latrun stattfindet! Also im nächsten Eintrag mehr zu diesen Tagen :O) Viele Grüße aus dem heißen Israel ♥

3. Juni 2011

Noch 7 Wochen

Category: Allgemein – Rahel 11:29

Zusammenfassend:

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich mich super gefreut habe, dass meine Eltern mich besucht haben. Wir hatten eine gute Zeit. Haben einiges unternommen, viel ausgeruht, gute Gespräche geführt und interessante Menschen getroffen. Sie hatten Zeit, einen Einblick in mein Leben hier in Israel zu bekommen – was mir unglaublich wichtig ist und war.

Es gab auch Situationen, die ich als anstrengend, schwierig und nicht so gut in Erinnerung habe, aber die schöne, gute gemeinsame Zeit hat dennoch überwogen!

Jetzt sind sie wieder in Deutschland, und ich werde die letzte Zeit hier ohne Besuch erleben und genießen.

Vermissen:

In den letzten Tagen merke ich immer wieder, wie ich Menschen aus Deutschland, Situationen, Orte vermisse und mir einige Gedanken mache zu der Zeit DANACH.

Für mich sind es jetzt hier ca. noch 7 Wochen.

So wirklich kann ich es noch nicht (be-)greifen, dass ich in ein paar Wochen schon wieder in Deutschland sein werde, und sehr wahrscheinlich dort dann denken werde “Hätte ich doch die letzte Zeit noch mehr genutzt”.

Dadurch, dass Dabsel jetzt auch nicht mehr da ist, habe ich mehr Zeit für mich alleine – aber auch jmd. weniger sich auszutauschen und zu reden.

Trotzdem soll diese letzte Zeit ein genießen von Wetter, Land, Leute, Kultur sein. Nächste Woche habe ich wieder ein paar Tage frei (obwohl ich das nicht vorgehabt hatte) und werde hoffentlich noch ein paar Dinge hier im Land unternehmen.

30. Mai 2011

Besuch meiner Eltern

Category: Allgemein – Rahel 11:47

Am 13.Mai kamen meine Eltern hier an um 2 ½ Wochen hier im Land allein – aber auch mit mir Urlaub zu machen.

Die ersten Tage Freitag bis Sonntag verbrachten sie hier in Petach Tikvah bei mir. An dem ersten Freitag waren wir dann schon gleich abends in Latrun zum Shabbatessen eingeladen und genoßen den herrlichen Abend mit super Wetter im schönen Latrun. Alle Brüder waren mit dabei und auch Roos und Remi Rombouts, die einen Tag später dann nach Deutschland flogen. Samstag morgens waren wir in der Calvary Chapel in Tel Aviv (meiner Gemeinde) und genoßen anschließend noch ein wenig die Aussicht aufs Meer am Strand. Dabei regnete es auch ein wenig, was in dieser Jahreszeit hier mittlerweile schon ungewöhnlich ist. Nachmittags bekamen wir noch von meinem Onkel (Bruder meiner Mama), der auch hier Urlaub machte.

Sonntag kam Sylvie aus Jerusalem zum Frühstück zu Besuch, da wir mit ihr in ihren Geburtstag starten wollten. Außerdem war Arnim und Lukas und Aaron aus Jerusalem auch mit dabei =) Nachmittags fuhren wir nach Tel Aviv, wo ich dann zur Abschiedsfeier von Charlie und gleichzeitigen Geburtstagsfeier von Jojo an Strand ging.

Meine Eltern fuhren nachmittags dann nach Jerusalem, um dort eine Woche in einer gemieteten Wohnung zu wohnen.

Von Montag bis Mittwoch war ich also wieder in der WG und arbeitete, schnitt Joni und Felix noch die Haare, genoß noch den letzten Abend mit Charlie (sie flog am 16.Mai nachts), ging in die Mall, hatte Chorproben und skypte mit Dabsel im Shekel =)

Donnerstag fuhr ich dann mit Jojo nach Jerusalem und wir strichen, gemeinsam mit Sylvie, die Haggai. Anschließend gingen wir drei in die Ben Yehuda und trafen dort meine Eltern zum Eis essen. Abends verbrachte ich den Rest des Tages mit meinen Eltern in ihrer Wohnung, die ich dann bis Samstag auch mit ihnen bewohnte.

Freitag vormittag unternahm ich mit meiner Mama mal alleine, wir gingen shoppen und hatten genügend Zeit um uns mal wieder lange auszutauschen. Abends waren wir dann bei einem Juden und seiner Familie eingeladen, der ein Freund von Jonathan ist. Dieser Abend war wirklich einmalig und richtig lustig. Und ich fand es super, da meine Eltern dadurch glaube ich, mal einen recht guten Eindruck von israelischer Mentalität bekommen haben. Auf jeden Fall will ich diese Familie noch einmal besuchen, und wurde auch gleich eingeladen, mit Freunden nochmal wieder zu kommen.

Samstag schauten wir uns noch das Ilan an, die Arbeitsstelle, wo Jonathan vor zwei Jahren gearbeitet hat. Außerdem die Mauer zwischen Jerusalem und Bethlehem.  Abends war dann das erste Konzert meines Chores in Jerusalem. Wir sangen ja “Gloria” von Antonia Vivaldi auf hebräisch und “Gloria” von John Rutter auf Latein. Danach fuhren wir noch mit Jojo und Erik wieder zu der jüdischen Familie, wo wir den Abend schon vorher verbracht hatten, da an diesem Abend in ganz Israel große Feuer angezündet wurden (vom Aussehen wie dutzende Osterfeuer). Uns wurde Essen angeboten und wir genoßen den Anblick der vielen, vielen spielenden Kinder rund um die vielen Feuerstellen.

Sonntag fuhren meine Eltern dann von PT weiter nach Haifa, wo sie noch eine weitere Woche verbrachten. Ich arbeitete den Nachmittag und fuhr dann mit Jojo nach Jerusalem, da wir unser zweites Konzert dort hatten.  Montag, Dienstag arbeitete ich, Mittwoch war ich am Strand, Hauskreis…. Alltag.

Donnerstag (26.Mai) fuhr ich nach Haifa und von dort mit meinen Eltern nach Rosh HaNikra. In Rosh HaNikra, an der libanesischen Grenze (Nord-westlichster Punkt von Israel) gibt es Höhlen bzw Grotten in die man hinein gehen kann und man sieht dann unter und neben sich, wie das Meer in diese Grotten fließt und Wellen an die Felsen prallen. Durch das Licht auf dem Wasser sieht das ganze wunderschön aus :O)

Darauf fuhren wir dann noch in einen Kibbuz und durch Papa kamen wir zu einem Gespräch mit einem Juden, der in diesem Kibbuz direkt an der Grenze wohnt und wurden in sein Haus eingeladen. Zwischendrin überließ der Familienvater uns sein Haus, weil er seine Töchter abholen musste und wir unterhielten uns mit ihm über alles mögliche zu dem Land Israel, Kultur, Juden, Arabern, Politik, Palästinensern…

Freitag schauten wir uns ein kleines Künstlerdörfchen südlich von Haifa (Ein Hod) an und gingen abends zu dritt (sehr gut und lecker=)) essen. Samstag hieß es dann schon wieder packen und auf nach Petach Tikvah. Auf der Rückfahrt machten wir noch in zwei Drusendörfern halt und am Strand in Cäsarea, wo mein Papa umbedingt noch baden gehen wollte =O)

28. Mai 2011

Jom HaScho’a, Jom HaZikaron & Jom HaAtzma’ut

Category: Allgemein – Rahel 17:58

Jom HaScho’a (1.Mai 2011)

“Dieser israelische Nationalfeiertag gedenkt an die Opfer des Holocaust. Die Feierlichkeiten beginnen mit Sonnenuntergang am 27. Nisan des jüdischen Kalenders und enden am darauffolgenden Abend. Acht Tage später beginnt Jom haAtzma’ut, der israelische Unabhängigkeitstag.

Zur Beginn des Gedenkens werden sechs Fackeln entzündet, die symbolisch für die sechs Millionen jüdischen Opfer des Holocaust stehen. Am nächsten Morgen finden Gedenkveranstaltungen in Yad Vashem statt. Um 10.00 Uhr heulen landesweit die Sirenen, der öffentliche Nahverkehr steht für diese Zeit still, ebenso wie die meisten Menschen schweigend stehen bleiben. In Yad Vashem werden von Vertretern verschiedener Institutionen und Gruppen Überlebender Kränze vor die dort entzündeten sechs Fackeln gelegt.

Sämtliche Flaggen wehen landesweit auf Halbmast, sehr viele öffentliche Einrichtungen sind an diesem Tag geschlossen, und in Fernsehen werden Dokumentationen zum Holcaust gezeigt und Radio Trauermusik gespielt. Bei Gedenkveranstaltungen wird das Gebet “El male rachamim”, das auch während Bestattungen und an Todestagen von Verstorbenen gebetet wird, vorgetragen.”

Jom HaZikaron (8.Mai 2011)

“Sechs Tage nach dem Holcaust-Gedenktag trauert Israel um seine Soldaten, die seit dem Unabhängigkeitskrieg Ende 1947 in fünf Kriegen und durch Terror umkamen. Insgesamt sind es über 19.000 Opfer, die zu beklagen sind. In fast jeder jüdischen Familie sind Opfer aus Zeiten des Holocaust oder durch Krieg und Terror zu beklagen.

Jom haZikaron wird am 4. des Monats Ijjar nach jüdischem Kalender abgehalten, immer den Feierlichkeiten des israelischen Unabhängigkeitstages, am 5. Ijjar, vorausgehend. An diesem Tag wurde im Jahre 1948 die Unabhängigkeit Israels proklamiert.

Dieser Feiertag ehrt alle Veteranen und gefallenes Militärpersonal der Israelischen Armee, welches im modernen Nahostkonflikt gestorben sind. Am Jom haZikaron wird auch der Zivilisten gedacht, die dem palästinensischen Terrorismus zum Opfer gefallen sind.”

Artikel aus israelmagazin.de

An diesem Abend war ich auch mit unseren Behinderten, ein paar Workern und Lukas bei einer Gedenkfeier in Petach Tikvah dabei. Diese Feier war schon sehr beeindruckend. Zu Beginn heulten wieder die Sirenen im ganzen Land und es fand eine Gedenkminute statt. Es gab Beiträge, wo ein Chor gesungen hat, Ballett getanzt wurde, eine Geschichte gespielt wurde, wo eine Familie einen Sohn vermisst und Ehrungen gefallener Soldaten.

Jom HaAtzma’ut (9.Mai 2011)

“Grundlage für diesen jüdischen Feiertag ist die Proklamation des Staates Israel am 14. Mai 1948 beziehungsweise nach dem jüdischen Kalender am 5. Ijjar 5708 durch David Ben Gurion. Der Rhythmus der Feierlichkeiten richten sich natürlich nach dem jüdischen Kalender.

Dieser feierliche Anlass wird jährlich begangen. Der Jom haAtzma’ut (hebräisch: יום העצמאות, Tag der Unabhängigkeit) ist in Israel ein fröhlich-heiterer Feiertag, den viele Israelis zu Ausflügen mit Freunden und Familien nutzen.”

Nachmittags war ich an diesem Tag mit Charlie, Jojo und ihren Freundinnen in Tel Aviv am Strand (was wir jetzt häufiger hier machen, da die Temperatur über 30 Grad regelmäßig ist) und abends haben wir dann noch gemeinsam Pizza gegessen und sind danach noch ein den größten Park hier in Petach Tikvah gegangen, wo ein Eyal Golan Konzert stattgefunden hat. Der Typ (Eyal Golan) ist hier im Land super bekannt und es waren Tausende von Leuten da. Auf den ganzen Straßen war was los wie vll bei uns an Fasching & es wurde jeder Mist verkauft von Tröten, Luftschlangen, Flaggen, …..

11. Mai 2011

tELEfON

Category: Allgemein – Rahel 13:00

Das Telefon funktioniert wieder.

Freue mich über Anrufe =)))

Lg aus Israel

5. Mai 2011

Nur noch 80 Tage

Category: Allgemein – Rahel 20:45

Pessach

Pessach verbrachten Dabsel und ich wie gesagt in Jerusalem in einem Hotel mit Chawas Familie. Die zwei Tage dort waren sehr interessant, da wir einigese von der Pessach Feier bei einer jüdisch-religiösen Familie mitbekamen. Chawa schlief mit uns beiden in einem Zimmer. Dadurch waren wir zwar leider abends bei der Feier nicht allzu lange mit dabei, weil Chawa um 21:30Uhr schon schlafen wollte, aber ein ganz schönes Balagan (Durcheinander) war die Feier trotzdem.

Chawa hat 5 Schwestern. Chawa ist mit 28Jahren die Älteste und zwei ihrer Schwestern (26 und 24) hatten schon jew 1 und 3 Kinder. Von Chawas Vater waren auch zwei Geschwister mit deren Ehepartnern und Kindern und Enkelkindern da, sodass wir zusammen ca. 30 Leute waren. Bis zum Schluss wusste ich nicht genau, wer mit wem jetzt wie verwandt ist.

Dazu kam, dass jedes Familienoberhaupt bei der Sederfeier seiner eigenen Familie versuchte, die Geschichte des Auszuges aus Ägypten und die Feier zu erklären. Dadurch war es ziemlich laut im Raum, und wenn jemand mal aufstand, kein Interesse hatte oder sich mit seiner Schwester währenddessen unterhielt, war das auch kein Problem.

In Deutschland meiner Meinung nach undenkbar. Wir versuchen immer, dass alle ruhig sind, zu hören, aufpassen, Interesse zeigen. Perfekt zu sein. Aber hier hatte ich das Gefühl, dass alle jeden annehmen so wie er ist und wie er sich einbringt. Keiner wurde angehalten, wie er sich zu verhalten hatte und alls freuten sich an dem Fest.

Es gab mehr als 15 verschiedene Sorten von Traubensaft und einige Sorten Wein. Zur Erklärung der vielen verschiedenen Sorten meinte Chawas Mutter, man könne sich nicht einigen, und jeder hätte halt seinen Lieblingssaft. Irgendwie brachte mich das zum grinsen. Bei uns gäb es wahrscheinlich eher eine lange Diskussion oder unzufriedene Gesichter, anstatt dass man einfach alle zufrieden stellt ;O)

Am zweiten Tag gingen Dabsel, Chawa und ich in der Gegend bei dem Hotel spazieren und fanden uns in einem Teil Mea Shearims wieder, obwohl wir nicht vorhatten, dort mit unserem Kleidungsstil durch zu laufen. Auch mal wieder eine interessante Erfahrung, wie unwohl und unwillkommen sich man bei diesen orthodoxen Juden fühlen kann, obwohl das Gefühl bei Dabsel wohl stärker war als bei mir. Immerhin trafen wir dann aber noch den Rest der Familie  und so war das durchlaufen auch halb so schlimm.

Bora zu Besuch

Am 20.Mai kam Bora zu mir zu Besuch. Mittwoch fuhren wir nach Tel Aviv und schauten uns Jaffo an und gingen am Strand spazieren. Abends war noch Hauskreis in der Altenheim WG und Bora lernte meine Freunde hier kennen. Donnerstag morgen wollten wir dann ganz früh nach Ein Gedi und ans Tote Meer fahren, verschliefen aber erst und mussten zweimal auf die nächsten Busse warten, da wegen Pessach Ferien (fast) alle Israelis vorhatten, in den Süden zu fahren. Letztendlich kamen wir aber noch an und hatten einen wunderschönen Tag mit viel Sonne, Wasser, toller Landschaft, guten Gesprächen und ner Menge Spaß =)) Stimmts Bora?  Abends kamen wir gegen 22:30 Uhr wieder nach Hause, wo anschließend noch ein Spieleabend  mit allen PTlern geplant war. Freitag zeigte ich Bora meine Arbeit und wir kochten für das Shabbatessen abends in unserer WG. Samstag musste ich dann vormittags arbeiten, während Bora in eine Gemeinde mit den Leuten hier nach Tel Aviv fuhr.

Nachmittags machten wir uns dann auf nach Jerusalem zu Birgit, Boras Tante, die im Johanniterhospiz wohnt. Abends gingen wir noch in eine Bar und Ostersonntag warn wir bei zwei Oster-Frühstücks dabei und ließen uns verwöhnen =) Einmal im Johan.Hospiz und in der Haggai mit vielen Volos. So viel deutsches hatte ich hier schon lange nicht mehr – wenn überhaupt. Die Tage gemeinsam waren echt super schön und ich habe es sehr genoßen, wieder Besuch aus Deutschland zu haben, auch wenn der Abschied nicht immer leicht ist. Aber ein Grund mehr, warum ich mich wieder auf Deutschland freu :O)

Die WG wird leerer

Seit letzter Woche Samstag wohnt Felix schon nicht mehr hier, da er noch für zwei Monate nach Jerusalem ins Beit Or (Autisten-Einrichtung) wechselt. Arnim ist jetzt seit Sonntag für ein einhalb Wochen in Deutschland. Dabsel fliegt voraussichtlich heute nacht/ morgen in der Frühe nach Deutschland. Aber sicher ist das noch nicht, da der Ben Gurion Flughafen in Tel Aviv fast alle Flüge gekänzelt hat, da es verunreinigtes Kerosin gefunden hat.

Dh. voraussichtlich sind ab morgen Lukas und ich zu zweit in einer WG bis Arnim nächste Woche Freitag wieder kommt, und ab dann sind wir nur noch eine 3er-WG. Bin aber mal gespannt auf die letzten 3 Monate hier im Land.

Oder besser gesagt die letzten 80 Tage.

24. April 2011

DER HERR iSt AUfERStANdEN !

Category: Allgemein – Rahel 21:22